Zottelstedter Feuerwehr holt Kreispokal zurück an der Ilm


Nach drei Jahren Pfiffelbacher Dominanz gewann die Feuerwehr aus Zottelstedt am Samstag in Lehnstedt den diesjährigen Löschangriff
12. September 2016 / 15:26 Uhr
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
Sowohl die Männermannschaft als auch die Jugendwehr aus Zottelstedt gewannen in Lehnstedt den diesjährigen Kreispokal im Löschangriff. Foto: Jens Lehnert


 
Lehnstedt. Im Feuerwehrsport des Weimarer Landes sind sie die großen Rivalen der Neuzeit. Die Wehr aus Zottelstedt, die den Kreipokal im Löschangriff zuletzt 2012 gewonnen hatte, holte den Pott beim diesjährigen Wettbewerb in Lehnstedt zurück an die Ilm. Die Pfiffelbacher Männer, in den vergangenen drei Jahren jeweils Titelträger, wurden am Samstag knapp auf Rang zwei verwiesen.
 
Es waren diesmal nicht die phänomenalen Zeiten, die auf dem leicht ansteigenden Parcours das Publikum in Atem hielten. Doch die Regie des Vormittages sorgte für Hochspannung. Schon die Auslosung des Startreihenfolge leistete dazu ihren Beitrag. Nach den Schoppendorfen, die den Wettkampf der acht Männermannschaften eröffneten, folgten nahtlos Titelverteidiger Pfiffelbach, die Lengefelder, die den Kreispokal in den vergangenen 20 Jahren acht Mal gewannen, sowie die hoch gehandelten Zottelstedter.
 
Schoppendorfs Wehr nutzte die Gunst der Stunde: Ihre 30,86 Sekunden, die erste gestoppte Zeit des Tages, reichten am Ende für den dritten Platz. Mit einer Vorstellung, die noch nichtohne Ecken und Kanten auskam, brachten es die Pfiffelbacher im Anschluss auf 27,77 Sekunden. Im zweiten Wertungslauf konnten sie die Zeit um zweieinhalb Sekunden unterbieten. Dennoch reichte es nicht zum Sieg.
 
Um diesen mühte sich auch Vorjahres-Vize Lengefeld vergeblich. Den einstigen Seriensiegern fehlen junge Leute zwischen 20 und 30. Der Altersdurchschnitt des Teams, das in Lehnstedt antrat, bewegte sich bei etwa 40 Jahren. Ihren Anspruch haben die Lengefelder nicht verloren. Doch der Spurt nach vorn wurde gebremst, als sich Matthias Braune der Schlauch beim Ziehen ums Handgelenk wickelte. Als Wasser anlag, zog sich der Knoten zu. Braune verletzte sich dabei zum Glück nicht schlimmer. Den Lauf mussten die Lengefelder allerdings abbrechen. Auch ihre zweite Chance verstrich ohne Wertung.
 
Auch die Zottelstedter mussten ihren zweiten Lauf wegen technischer Probleme abbrechen. Die Zeit aus der ersten Runde, 24,40 Sekunden, genügte aber, um alle anderen Wettbewerber auf Distanz zu halten.
 
Auch der Zottelstedter Nachwuchs, der als Titelverteidiger anreiste, sicherte sich am Samstag den Pokal – und das mit einer Zeit, die jener der Erwachsenen fast aufs Haar glich: 24,41 Sekunden benötigte Zottelstedts Jugendwehr, allerdings auf kürzerer Strecke. Bemerkenswert: Zottelstedt und Pfiffelbach, die sich auch bei den Jugendwehren Gold und Silber holten, drehten erst im zweiten Wertungslauf richtig auf. Im ersten Durchgang sah das Publikum noch Magdala, das letztlich Dritter wurde, sowie das Gastgeber-Team aus Lehnstedt und Hammerstedt vor.
Kreispokal in Zahlen
 
Männer:
 
1. Zottelstedt 24,40 s
 
2. Pfiffelbach 25,28 s
 
3. Schoppendorf 30,86 s
 
4. Krakendorf/Rettwitz 33,96 s
 
5. Magdala 38,55 s
 
6. Rittersdorf 50,52 s
 
7. Hammerstedt 52,02 s
 
8. Lengefeld ohne Wertung
 
Jugend:
 
1. Zottelstedt 24,41 s
 
2. Pfiffelbach 25,59 s
 
3. Magdala 26,13 s
 
4. Niederroßla 35,37 s
 
5. Hammerstedt/Lehnstedt 38,12 s
 
6. Rittersdorf 42,20 s
 
7. Hochdorf 44,24 s
 
8. Blankenhain 44,64 s
 
9. Großheringen 57,77 s
 
 
Jens Lehnert / 12.09.16

Kreismeisterschaft Weimarer Land  2016

Bericht der TA vom 12.09.2016 J. Lehnert
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