Pfiffelbacher Feuerwehr eilte so schnell wie nie zum Erfolg


08.09.2014 - 09:33 Uhr


Bad Sulza (Weimarer Land). Der Kreispokal im Löschangriff erlebte auf dem Bad Sulzaer Sportplatz erstmals eine Siegerzeit von unter 23 Sekunden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bereits 2013 hatten sie die Konkurrenz aus dem Landkreis hinter sich lassen können. Diesmal siegten die Männer der Pfiffelbacher Feuerwehr auf Bad Sulzas Sportplatz in neuer Kreispokal-Rekordzeit. Foto: Jens Lehnert

 
"Das ist irre. Das ist nicht normal. Das hat Landespokalniveau. Das wird heute keiner mehr unterbieten." Ein Moment, der nicht ganz 23 Sekunden dauerte, ließ Kreisbrandmeister Denis Sander aus Rittersdorf am Samstagvormittag derart in Überschwang geraten. So schnell wie noch nie bei einem Kreispokal-Wettbewerb hatte eine Feuerwehr den Löschangriff gemeistert.
 
Es waren die Vorjahressieger aus Pfiffelbach, die als erstes Team des engeren Favoritenkreises auf dem Bad Sulzaer Sportplatz um ihr Leben zu rennen schienen. Der Konkurrenz legten sie eine Fabelzeit hin: Nach 22,95 Sekunden gaben beide Zielgeräte Signal. Und Denis Sander sollte recht behalten. Diese Zeit vermochte am Samstag keiner mehr zu knacken.
 
Zehn Mannschaften hatten sich vorab fürs Feuerwehr-Finale des Weimarer Landes angemeldet. Die Thangelstedter, denen ein Podestplatz zuzutrauen war, mussten wegen personeller Probleme jedoch noch Freitagabend absagen. Dafür mischten Gäste aus Weimar mit: die Stadtteil-Wehr Ehringsdorf.
 
Auf dem bestens hergerichteten Fußballrasen ging zunächst die einmal mehr einzige Frauen-Mannschaft des Wettbewerbs an den Start. Die Lengefelderinnen legten passable 30,52 Sekunden vor. Die Freiwillige Feuerwehr Pfiffelbach hat ihren Kreispokal-Titel aus dem Vorjahr eindrucksvoll verteidigt. Mit einer Fabelzeit von 22,95 Sekunden, die bei einem Kreisfinale im Löschangriff noch nie erzielt wurde, gewann sie am Samstag auf dem Bad Sulzaer Sportplatz. Zweite wurde die Wehr aus Zottelstedt, die nach einem missglückten ersten Lauf als letztes Team des zweiten Durchgangs die Uhr bei 23,91 Sekunden stoppen ließ. Dritte wurden die sieggewohnten Lengefelder, bei denen es diesmal nicht ganz so rund lief. In ihrem besten der beiden Läufe brachten sie es auf 28,68 Sekunden. Die nachfolgenden Männer-Teams aus Ehringsdorf, Bad Sulza und Rittersdorf - letztere als einzige noch mit DDR-Technik - bissen sich an der Zeit der Frauen allesamt die Zähne aus. Dann aber feierten die Pfiffelbacher ihren großen Auftritt.
 

Lengefelder borgten dem späteren Sieger die Pumpe


"In einem Wettkampf sind wir noch nie eine 22er-Zeit gelaufen, im Training auch erst einmal", freute sich Pfiffelbachs Ortsbrandmeister Tobias Abbé. Allerdings trainiert die Wehr auch seit vier Jahren gezielt auf den Löschangriff hin - seit zwei Jahren in der gleichen Besetzung. Auf rund 25 größere Trainingseinheiten und vier Ausscheide bringen es die Pfiffelbacher pro Jahr. In zwei Wochen sollen sich diese Mühen nochmals auszahlen. Dann vertreten sie das Weimarer Land beim Landespokal in Gamstädt. Für den Thüringen-Ausscheid hatte sich die Wehr bereits mit ihrem Kreispokalsieg 2013 qualifiziert.
 
Auch im zweiten Durchgang - der schnellere Lauf floss in die Wertung - eilte Pfiffelbach wie die Feuerwehr voraus. Auch die dabei erzielten 23,22 Sekunden hätten zum Sieg gereicht.
 
Erst ganz zum Schluss - als Letzte im zweiten Lauf - machten es die Zottelstedter beim Wettbewerb in Bad Sulza noch einmal spannend. Ihren ersten Durchgang hatten sie nach Stürzen ohne Wertung abbrechen müssen. Beim zweiten Versuch klappte jedoch alles. Die Uhr stoppte bei 23,91 Sekunden. Und das bedeutete: Platz zwei.
 
Etwas enttäuscht landeten die sieggewohnten Lengefelder nur auf dem dritten Rang. Im ersten Lauf fehlte es an Schnelligkeit und Glück mit der Zielanlage, im zweiten stockte die Wasserversorgung. Am Ende standen 28,68 Sekunden zu Buche.
 
Dennoch kann sich die Feuerwehr aus dem Blankenhainer Ortsteil auch ein Stück des Pfiffelbacher Erfolges auf die Fahne schreiben. Für den Bad Sulzaer Wettkampf borgten die Lengefelder den Kontrahenten nämlich ihre leistungsfähige Pumpe "ZL 1500" aus, weil eine solche auch beim Landespokal verwendet wird.

 
Kreispokal 2014:


 
Frauen
   Lengefeld 30,52 Sekunden
 
Männer
 
   Pfiffelbach 22,95 s
   Zottelstedt 23,91 s
   Lengefeld 28,68 s
   Blankenhain 32,54 s
   Schoppendorf 36,15 s
   Rittersdorf 41,35 s
   Ehringsdorf 44,47 s
   Bad Sulza 46,77 s
 
Jens Lehnert / 08.09.14 / TA

Kreismeisterschaft Weimarer Land  2014

Bericht der TA vom 11.09.2014 J. Lehnert
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